Die ultimative Wahrheit über jeden Konflikt

Die ultimative Wahrheit über jeden Konflikt

Axel Maluschka     15. August 2019     0

"Meine Güte, immer kommst du zu spät!"

Hast du diesen oder einen ähnlichen Vorwurf schon einmal gehört?

Mal davon abgesehen, dass er pauschal ist und damit meistens ungerechtfertigt, schmerzt er zunächst einmal. Je nachdem, wie du gestrickt bist, antwortest du.

Bist du Kämpfer, schlägst du zurück. Du bist schlagfertig. Mit dir legt sich keiner so schnell an. 

"Ich bin unpünktlich, du bist hässlich. Ich kann meine schlechte Seite jederzeit ändern!"

Du kannst auch auf den Vorwurf eingehen, und dich für deine Unpünktlichkeit entschuldigen. Das ist das wenig kämpferisch. Du bist eben eher devot.

In der heutigen Folge schauen wir uns an, warum Konflikte weh tun. Und was auf der Ebene der Bedürfnisse geschieht. 

Heute erfährst du:

  • Worum es in jedem Konflikt geht.
  • Welche Bedürfnisse hinter jedem Konflikt stecken.
  • Welche Bedürfnismodelle es gibt.
  • Welche Grundbedürfnisse es laut den Psychologen gibt.
  • Was hinter den Bedürfnissen der wahre Grund für Schmerzen bei Konflikten ist.
  • Wie ihr es schaffen könnt, dass Konflikte nicht eskalieren.

Viel Spaß beim Hören!

Shownotes


Alle Folgen von „Konflikt-Power aufs Ohr“ findest du hier.


Transkript

Grüß dich! Du hörst die Folge 25 vom Podcast „Konflikt-Power aufs Ohr“. Sie trägt den Titel „Die ultimative Wahrheit über jeden Konflikt.“ Mein Name ist Axel Maluschka.

Du erfährst hier ganz nebenbei, was die wahre Ursache für jeden Konflikt ist. Also die wahre Ursache, warum er schmerzt. Und natürlich bekommst du von mir Empfehlungen, was du mit dieser Erkenntnis anfangen kannst. Wie du jeden Konflikt, egal ob im Business Team oder privat, anpacken kannst.

Lauschen wir zu Beginn einmal mehr einem Meisterwerk!

[Musik]

Vor mittlerweile fast 3 Jahren habe ich meine erste Podcast Folge aufgenommen. Das war die nach der Pilotfolge. Dort haben wir schon einmal darüber gesprochen, worum es in Konflikten geht.

Damals und auch in vertiefenden Folgen habe ich gesagt, dass wir uns häufig unnötig über unsere Weltbilder und über unsere Werte streiten. Die Folgen werde ich dann auch verlinken in den Shownotes.

Heute sprechen wir darüber, um Konflikte tatsächlich eskalieren und dann letztendlich dadurch Schmerzen bereiten.

Der Punkt ist: Konflikte selber bringe noch keine Schmerzen. Erst wenn sie eskalieren, also wenn sie sich hochschaukeln, dann tun sie wirklich weh.

Worum dreht sich in Wahrheit jeder Konflikt?

Steigen wir direkt ins Thema ein. Das haben wir auch schon in der letzten Folge, in dem Interview mit Christoph Maria Michalski gesagt. Die Experten sagen: es geht in jedem Konflikt letztendlich um unsere Bedürfnisse bzw. sogar um unsere Grundbedürfnisse.

Doch die Bedürfnisse sind für mich nur so eine Art vorletzter Grund, warum ein Konflikt eskaliert. Die Bedürfnisse oder die Angst, dass deine Bedürfnisse nicht befriedigt werden, sind die Ursache für den Konflikt. Dafür, dass der Konflikt eskaliert, gibt es jedoch einen anderen Grund. Der liegt sozusagen hinter den Bedürfnissen. Und den schauen wir uns nachher an.

Reden wir zunächst einmal über Bedürfnisse.

Das Bedürfnismodell von Rosenberg

Wenn du danach googlest, wirst du relativ schnell auf Marshall B. Rosenberg stoßen. Rosenberg ist der Erfinder der gewaltfreien Kommunikation. In seinem Modell hat er gesagt du sollst, wenn du mit einem anderen gewaltfrei kommunizierst, deine Bedürfnisse klarstellen.

Nun ist das gar nicht so einfach, folgt man der Liste von Rosenberg. In den Shownotes werde ich dir beispielhaft mal eine Liste verlinken. Da tauchen über 180 Bedürfnisse auf. Das heißt, es ist schon eine echte Meisterleistung, da Klarheit über seine eigenen Bedürfnisse zu erlangen. Oder auch über das Bedürfnis, dass du in der Zukunft eventuell nicht erfüllt siehst. Also wo du einfach Angst hast, dass das nicht erfüllt wird.

Auf der Liste stehen solche Bedürfnisse wie

  • Authentizität,
  • Geborgenheit,
  • Mitgefühl, aber auch
  • Sexualität,
  • Dankbarkeit und
  • Treue.

Und wenn du dem Modell, dem 4-Stufen-Modell, der gewaltfreien Kommunikation folgst, dann sagst du als erstes, welche Beobachtung hast du gemacht. Du nennst also die Fakten. Einigst dich darauf.

Im Übrigen kann man auf diese Art jedes Missverständnis sofort aus der Welt räumen. Denn wenn ihr euch auf die Fakten einigt, dann entfallen viele Eskalationsstufen eines Streits sehr schnell, weil ganz klar ist, hier liegt einfach nur ein Missverständnis vor.

Also, GfK bedeutet – das jedoch nur ganz kurz angerissen heute –

  1. Fakten klären
  2. das daraus entstehende Gefühl äußern (das ist für uns Männer wahrscheinlich nicht ganz so einfach)
  3. das Bedürfnis, was du verletzt siehst, artikulieren, also klar benennen, und
  4. eine Bitte äußern.

Wenn man über Bedürfnisse nachdenkt oder auch recherchiert, dann werden manchmal auch die logischen Ebenen der Veränderung nach dem NLP-Pionier Rorbert Dilts genannt. Ich finde allerdings, das passt nicht richtig gut. Deshalb erwähne ich den hier nur und verlinke auch nur auf den Wikipedia-Eintrag von ihm.

Die Bedürfnispyramide von Maslow

Und komme zu einem Klassiker der Bedürfnismodelle: der Bedürfnispyramide von Maslow. Ich verlinke dir dazu einen schönen Artikel auf Karrierebibel.de. Dort kannst du dir die Bedürfnispyramide anschauen. Und du wirst auch sehen, welche Macken sie hat. Warum sie nicht mehr als uptodate gilt.

Sie gilt als historisches Modell und ist in weiten Teilen mittlerweile widerlegt.

Ich erlebe trotzdem immer noch einmal wieder Trainer in Workshops oder auch einzelne Speaker in Vorträgen, die die Bedürfnispyramide von Maslow als heute noch gültiges Modell vorstellen. Daran merkt man dann immer, dass der Vortragende oder auch der Trainer sich selber offensichtlich nicht sehr stark weitergebildet hat.

Genug der Kollegenschelte!

Was ist denn ein aktuelles Modell?

Bedürfnismodell von Prof. Kanning

Zum Beispiel findest du in dem Artikel von Karrierebibel direkt ein Video von Professor Dr. Uwe Kanning. Der ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück. Dessen Video, was dort verlinkt ist, ist sehr sehenswert. Er erklärt, warum Maslows Bedürfnispyramide veraltet ist und stellt ein aktuelleres Gegenmodell vor.

Er unterscheidet beispielsweise 4 Gruppen von Grundbedürfnissen mit insgesamt 16 Einzelbedürfnissen. Allerdings ist dieses Modell doch sehr stark auf die Wirtschaft abgestimmt bzw. auf eine Teilnahme am Wirtschaftsleben.

Die 4 Gruppen sind:

  • Individualität
  • Karriere
  • Soziales und
  • Privatleben.

Bei Karriere tauchen dann beispielsweise die einzelnen Bedürfnisse

  • Materielles und
  • Macht auf.

Bei Privatleben tauchen so etwas wie

  • Sicherheit und
  • Work-Life-Balance auf.

Ich finde das Modell nicht so gut bzw. nicht so aussagekräftig, weil ich beispielsweise glaube, dass das Anhäufen von Materiellem oder das Bedürfnis, Macht über andere ausüben zu wollen, oder das Bedürfnis nach Sicherheit lediglich der Angst entspringt.

Genauso glaube ich, dass Wort Work-Life-Balance Unsinn ist. Denn Arbeiten ist ja Teil des Lebens. Und es sollte auch Teil des Lebens sein! Gerade ich als Freelancer kann das sicher so sagen. Und ich bin auch genau deshalb Freelancer, weil ich es genauso empfinde. Weil ich nicht sage: „Da ist meine Arbeit und dort mein Leben“, sondern weil Arbeit Teil meines Lebens ist.

Ich glaube, Work-Life-Balance sollte man besser sagen, jeder Mensch sollte ein gesundes Verhältnis aus Anspannung und Entspannung pflegen. Oder meinetwegen auch aus Leistung und Erholung.

Zum Thema Macht über andere ausüben oder Materielles anhäufen: das sind, glaube ich, nur Strategien, um die wahren Grundbedürfnisse zu befriedigen.

Und was sind die wahren Grundbedürfnisse?

Da halte ich mich an die Experten fürs Menschsein, die Psychologen. Die Psychologen sagen, im Grunde genommen gibt es wenige Grundbedürfnisse die wir Menschen haben. Und diese Grundbedürfnisse haben wir alle! Da gibt es keinen Menschen, der sagt: „Also dieses Grundbedürfnis habe ich gar nicht.“

Wir haben die Grundbedürfnisse in verschiedenen Ausprägungen. Aber sie sind in jedem Menschen vorhanden. Sagen wir: in jedem gesunden Menschen.

Da gibt es einmal den Keller der Bedürfnisse. Das sind die physiologischen oder körperlichen Bedürfnisse. Die sind ganz einfach:

  • Essen,
  • Trinken,
  • Schlafplatz,
  • Sicherheit.

Manchmal liest du auch noch, dass das Thema Bewegung hinzukommt. Einige Experten sagen, wir haben ein Grundbedürfnis nach Bewegung. Wenn ich mir allerdings den Lebenswandel einiger Zeitgenossen anschaue, bin ich mir da nicht sicher.

In manchen Büchern findet man auch noch das Bedürfnis nach sexueller Befriedigung. Interessanterweise braucht man dafür ja noch nicht einmal einen anderen Menschen. Das nur als kleine Anregung.

Dann gibt es die psychische Ebene. Das gerade war die Physiologische, die Körperliche. Jetzt kommen wir zur psychischen Ebene.

Da haben wir einerseits das Grundbedürfnis eines jeden Menschen, Lust zu erhöhen und zu erleben und Schmerz oder Unlust zu vermeiden bzw. zu senken.

Und gleichzeitig haben wir noch das Grundbedürfnis nach der Erhöhung des Selbstwertgefühls. In einigen psychologischen Büchern findest du bei Selbstwert auch noch das Thema Anerkennung. Ich glaube jedoch, dass Anerkennung wieder nur eine Strategie ist, um den Selbstwert zu erhöhen. Dass das wahre Grundbedürfnis der Selbstwert, die Selbstwerterhöhung ist.

Und dann gibt es eine 3. Ebene. Das ist die psycho-soziale Ebene. So nenne ich sie.

Da ist das Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach Zugehörigkeit. Also nach Verbundenheit mit anderen Menschen, mit einer Gemeinschaft.

Und auf der anderen Seite das persönliche Wachstum.

Oft findest du in der Literatur statt Wachstum das Thema Autonomie, also Unabhängigkeit, Macht, Kontrolle, Einfluss. Ich glaube allerdings auch hier wieder, dass so etwas wie Macht, Kontrolle und Einfluss Strategien sind, um persönliches Wachstum im Rahmen einer Gemeinschaft sicherzustellen. Wenn du in einer Hierarchie ganz oben stehst, hast du mehr Freiheiten als andere. Also auch mehr Entfaltungsmöglichkeiten. Das ist letztlich nur dem Organisationsmodell Hierarchie geschuldet.

Wo kannst du das nachlesen?

Wenn du mich jetzt fragst: „Axel, woher hast du das?“, dann erkläre ich dir, dass diese Modelle aus verschiedenen psychologischen Büchern stammen. Ich werde dir in den Shownotes zwei davon verlinken, wo du diese Modelle findest.

Das eine ist „Das Kind in dir muss Heimat finden*“. Das war auch in der Spiegel Bestsellerliste und ist von Stefanie Stahl. (Hier ist das Arbeitsbuch.*)

Und ein anderes sehr, sehr lesenswertes Buch heißt „Männerseelen*“. Das ist von Björn Süfke. Ein sehr aufschlussreiches Buch von einem Männertherapeuten darüber, warum wir Männer so sind, wie wir sind. Das sollten sich mal ein paar Frauen durchlesen, aber auch für uns Männer ist es sehr interessant zur Selbsterkenntnis.

Ja und der Hirnforscher Gerald Hüther, den habe ich in meinem Podcast auch schon mehrfach genannt, der bringt es ganz prägnant auf den Punkt. Er sagt: 

"Der Mensch hat nur zwei Grundbedürfnisse. Er will in Gemeinschaft wachsen.“

Wir brauchen demnach eine Gruppe, in der wir uns dann frei entfalten können.

Dieses Modell, so wie ich es dir gerade beschrieben habe, findest du auch in meinem E-Book. Ich lege dir ganz warm ans Herz, dir dieses E-Book mal zu downloaden. Es ist kostenlos auf meiner Homepage, egal, welche URL du nutzt: maluschka.com oder Konflikt-Power.de. Überall findest du mein E-Book, die Adressen führen alle auf die gleiche Seite.

Könntest du natürlich einwenden, dass die Psychologen ja auch nicht unbedingt Recht haben müssen. Das stimmt. Das sind alles nur Theorien, das sind Modelle, das sind Konzepte, um den menschlichen Geist, die menschliche Psyche und eben unsere Grundbedürfnisse zu beschreiben.

Wir sollten uns jedoch auf ein Modell einigen, mit dem wir dann arbeiten können. Von welchem wir dann auch für uns günstiges Verhalten ableiten können. Und deshalb folge ich genau diesem Modell der Grundbedürfnisse und gehe dabei auch noch von einer wichtigen Annahme aus:

Diese Grundbedürfnisse sind in unterschiedlichen Ausprägungen in jedem Menschen vorhanden.

Und egal, welches Modell nun genau zutrifft – wahrscheinlich finden wir das niemals heraus –, im Konflikt geht es immer um die Befriedigung dieser Bedürfnisse. Und es geht letztendlich sehr oft um die gefühlte Gefahr, dass die Bedürfnisse nicht befriedigt werden.

Und dabei haben wir alle doch immer dieselben Bedürfnisse in unterschiedlichen Ausprägungen.

Damit haben wir über die Ursache der Konflikte gesprochen.

Und passend zu dieser kleinen Zäsur in der Folge musste ich gerade die Aufnahme unterbrechen, weil unser Hündchen unbedingt hier in mein Arbeitszimmer hinein wollte. D.h. er hat an der Tür gekratzt. Jetzt habe ich ihn hereingelassen und hoffe, dass sein Schnarchen nicht so laut ist, dass man das hört. Kleine Hunde schnarchen oftmals ganz laut. Wenn ihr also ein Schnarchen im Hintergrund hört, wisst ihr, unser Hündchen schläft hier ganz zufrieden ein paar Meter von mir entfernt.

Was steckt hinter unseren Bedürfnissen?

Damit kommen wir zur wahren Ursache, warum Konflikte eskalieren, warum sie sich hochschaukeln, warum sie immer mehr wehtun und warum Menschen sich immer mehr rein steigern.

Und dazu machen wir ein Beispiel.

Stell dir vor, in deiner Firma gibt es einen Abteilungsleiter. Du bist normales Teammitglied. Und nur ein Abteilungsleiter wird demnächst neu bestimmt. Und natürlich möchtest du der Abteilungsleiter werden. Genauso möchte das aber ein Kollege.

Was ist in diesem Fall an Grundbedürfnissen bei dir und deinem Kollegen vorhanden?

Sicher das Grundbedürfnis nach persönlichem Wachstum. Du hast mehr Verantwortung. Du bekommst neue Aufgaben. Du wirst wachsen. Du wirst in die Aufgaben hineinwachsen müssen. Plötzlich musst du Aufgaben delegieren, operatives Tagesgeschäft musst du delegieren und organisieren.

Das ist alles neu, das ist spannend.

Dass es mehr Geld gibt, ist ein netter Nebeneffekt. Aber der ist noch nicht einmal das Entscheidende meiner Meinung nach. Es geht tatsächlich um das Grundbedürfnis persönliches Wachstum.

An diesem Beispiel siehst du folgendes: es gibt begrenzte Ressourcen und zwei Menschen, die meinen, besser geeignet zu sein für den Posten in diesem Fall. Für den Abteilungsleiter.

Das ist allerdings ein echtes Problem, weil hier zwei Grundbedürfnisse aufeinanderprallen, die so nicht zu vereinbaren sind. Also nicht so leicht. Weil jeder der beiden sagt, es gibt nur die eine Lösung: „Ich werde Abteilungsleiter.“

Und jetzt stell dir vor, du willst Abteilungsleiter werden. Und zwar so richtig! Und dein Kollege will das auch. Was wäre denn für dich die Ideallösung?

Das ist ganz einfach: du gehst zu deinen Kollegen und sagst ihm: „Ich werde mich bewerben um den Posten als Abteilungsleiter. Wie sieht es mit dir aus?“

Da antwortet der Kollege: „Ich will mich auch bewerben.“

Du sagst: „Das habe ich schon gehört.“

Und die Ideallösung wäre jetzt für dich, dass der Kollege sagt: „Hm, okay, also wenn du dich bewirbst, dann werde ich mich nicht bewerben.“

So gäbe es praktisch gar keinen Kampf um diesen einzigen Posten.

Im Leben läuft es natürlich anders ab. Der Entscheider über den Posten des Abteilungsleiters wird sicherlich zwei Bewerbungen auf seinen Schreibtisch bekommen. Dein Kollege wird sich bewerben.

Und deine Idealvorstellung der Konfliktlösung wäre gewesen, dass er sich dir unterwirft. Dass er sich dir unterordnet. D. h. es geht in jedem Konflikt um Dominanz und Unterwerfung.

Die Idealvorstellung einer Konfliktlösung, die das berücksichtigt, würde bedeuten, alle Grundbedürfnisse aller Menschen sind gleichwertig.

Hätten wir dies in unseren Köpfen und Herzen, dann würden viele Konflikte nicht mehr eskalieren.

Die Lösung, mit der du einer solchen Schmerzvermeidung näher kommst, ist relativ einfach. Sie liegt darin, die Bedürfnisse des anderen wahrzunehmen und anzuerkennen.

Hey! Ein Kollege hat auch das Bedürfnis nach persönlichem Wachstum. Welche Lösung gibt es, um dieses Bedürfnis zu befriedigen?

Das könntet ihr euch dann fragen. Und wenn er einen guten Chef hättet, dann würde der euch das fragen.

Du erinnerst dich, im Interview, dass ich mit dem Christoph geführt habe, sagte er auch, er versucht einen Konflikt dadurch zu entschärfen, dass er herausfinden will, was die Gegenseite braucht. Wobei das oftmals gar nicht so klar ist. Auch der Gegenseite ist es oftmals unklar.

Wie du ab heute jeden Konflikt deeskalieren kannst

Mein Aufruf an dich ist: Nimm ab heute die Bedürfnisse anderer Menschen genauso ernst wie deine eigenen. Oder nimm deine eigenen Bedürfnisse genauso ernst wie die anderer Menschen. Je nachdem, was für ein Konflikttyp du bist.

Wenn du Kämpfer bist, der er sagt: „Meine Bedürfnisse sind superwichtig und erst dann kommen die von anderen“, dann nimm dich vielleicht in Zukunft ein bisschen zurück und denke mal darüber nach, dass die anderen ihre Grundbedürfnisse auch befriedigt sehen wollen.

Wenn du eher der Typ ist, der zum Rückzug neigt, der demnach versucht, den Erwartungen anderer Menschen gerecht zu werden, dann nimm deine eigenen Bedürfnisse etwas mehr ernst und sage: „Hey! Die sind nicht weniger wichtig als die Bedürfnisse meines Kollegen, meines Chefs oder meiner Partnerin/meines Partners.“

Übrigens ist die Lösung für das Problem, wenn es nur einen Abteilungsleiter gibt, ganz einfach. Schaffe eine Organisationsform, in der es keine Chefs mehr gibt. Also ganz einfach: 

Hierarchien abschaffen!

Hierarchien sind ausgedachte Organisationsformen. Sie existieren nur in unseren Köpfen. Dazu werde ich allerdings noch eine extra Folge machen.

Und wenn du sagst: „Wie? Hierarchien abschaffen? Das geht doch gar nicht! Wir Menschen sind doch hierarchisch lebende Wesen!“

Dann antworte ich dir: Nein. Sind wir nicht. Wir sind keine Hierarchie-Wesen.

Der Beweis dafür – okay, „Beweis“ ist ein starkes Wort. Sagen wir: einen Beleg für meine Aussage findest du in meiner nächsten Folge.

Du erinnerst dich vielleicht einmal Interview, das ich mit Simon Biela geführt habe. Ich verlinke auch in den Shownotes noch einmal dorthin.

Der hat seine Firma umgebaut auf agiles Arbeiten, auf New Work. Und er hat sich selber als Chef abgeschafft, hat alle Chefs in seiner Firma abgeschafft. Und ich hatte mir gedacht: Mensch, wenn der Simon mir das erzählt, ist das ja gut und schön. Aber ich will mal hören, was seine Mitarbeiter dazu sagen. Und so habe ich sie interviewt. Das kriegt er dann in der nächsten Folge zu hören.

Die Shownotes zu dieser Folge gibt es unter maluschka.com/025. Du kannst meine URL maluschka.com verwenden, auf die ich jetzt wieder umgestellt habe. Das war die 25. Episode.

Auf meiner Seite findest du auch die Osu!-Strategie als kostenloses E-Book. Ich habe sie ja schon erwähnt. Dort findest du beispielsweise das Modell der Grundbedürfnisse noch einmal in einer schönen Übersicht.

Mit den Tipps aus meiner Strategie baut er eine Teamkultur auf, in der ihr letztlich produktiver, freundlicher, glücklicher und erfolgreicher seid. Und damit produktiver als in den meisten Teams, die ich in Deutschland so kennengelernt habe.

Holt euch das E-Book! Setzt meine Tipps um! Alles andere ist viel zu teuer, wenn du einmal überlegst, was in Unternehmen an normalen Konfliktkosten anfällt.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Teamkultur, eine gute Konfliktkultur. Nehmt eure Bedürfnisse ernst!

In diesem Sinne, ciao ciao! Und Tschüss!


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